Gute Ideen gegen schlechte Zustände

Woran kann man, ob die eigenen Klamotten fair sind. Reicht es, wenn Bio-Baumwolle draufsteht? Und was kann man als einzelner tun, um die Situation in der Textilindustrie zu verbessern? Mit den Videos der Schüler*innen kannst du prima ins Thema „Faire Klamotten“ einsteigen und bei den Links & Downloads gibt´s viele hilfreiche Informationen.

RANK A BRAND

Labels unter der Lupe

Viele Labels möchten gerne als grün und fair wahrgenommen werden. Wie fair und nachhaltig die verschiedenen Marken tatsächlich sind, damit beschäftigt sich der Verein Rank a Brand e.V.
In diesem Video haben sich zwei Schülerinnen mal auf dem Pausenhof umgeschaut. Die Bilanz: Eher ernüchternd – die meisten Kleider schneiden nicht gut ab. Deshalb haben sie sich drei Möglichkeiten für nachhaltigen Konsum überlegt, die auch für Schüler*innen gut umsetzbar sind!

Inderella

Eine schwarzhumorige Sitcom

Sneaker sind einfach nur bequem und sorgen für einen lässigen Auftritt. Neben dem Handy sind sie der Lifestyle-Artikel, den jeder besitzt – vom Youngster bis zum hippen Rentner. Doch wie sieht es dort aus, wo diese Kultprodukte hergestellt werden? Produziert wird meist dort, wo die Stundenlöhne am niedrigsten sind – beispielsweise in Kambodscha oder Vietnam. Vielfach sind die Stundenlöhne weit unter dem, was Existenzlohn sein müsste. Um über die Runden zu kommen, leisten die Arbeiter*innen viele Überstunden. Oder sie werden dazu gezwungen. Risiken für die Sicherheit und Gesundheit der Arbeiter*innen werden dabei  ignoriert oder in Kauf genommen. Denn häufig sind die Fabriken so entlegen, dass keine Strafen drohen, auch wenn gegen international vereinbarte Menschen- und Arbeitsrechte verstoßen wird. Damit sind die meisten Sportschuhe eigentlich untragbar …

Die Schüler der Waldorfschule Pforzheim haben sich das Thema als schwarzhumorige Sitcom vorgenommen. Was am Ende in der Einkaufstüte steckt? Schau doch selbst 😉

Fame Bitch

Bio & fair vs. Style

100 % reine Baumwolle – da klingt doch erst mal super. Der Naturfaseranteil von Baumwoll-Klamotten liegt jedoch im Durchschnitt bei gerade mal 75 %. Die restlichen 25 %? Farbstoffe und Chemikalien! Zum Einsatz kommen etwa 7500 verschiedene Chemikalien und 4000 Farbstoffe. Wie etwa Azofarbstoffe, die als krebserregend gelten. In Deutschland sind sie zwar verboten, aber weil sie billig sind, werden sie in anderen Ländern trotzdem verwendet. Lösungsmittel, die Leber, Niere und das zentrale Nervensystem schädigen können, werden legal verwendet. Ebenso wie Tributylzinn (TBT), eine der giftigsten Chemikalien überhaupt.

Doch am heftigsten geht es dort zu, wo die Kleider hergestellt werden. Weil niemand den Arbeitsschutz überprüft, sind die Arbeiter*innen häufig  hoch giftigen Lösungsmitteln, Farbstoffen und Schwermetallen direkt ausgesetzt. Außerdem sind Trinkwasser, Luft und Nahrungsmittel in Ballungsgebieten der Textilindustrie häufig verseucht und belastet. Eigentlich untragbar, oder?!

Was Kleider auf unserer Haut anrichten können, haben sich Schülerinnen der Waldorfschule Pforzheim angeschaut. Ziemlich unangenehm … Und wenn die fertigen, gewaschenen Kleider schon solche Reaktionen auslösen, wie heftig muss dann die Belastung sein, wenn man 15/7 ohne Handschuhe und Atemmaske von dem Zeug umgeben ist?

Außerdem fragen sie, ob faire Biokleidung stylish sein kann. Zugegeben, First-World-Problems. Aber hey – niemand will Außenseiter sein. Im Video „Fame Bitch“ zeigen die Mädels eine ziemlich coole Lösung – schau´s dir an!

Links & Downloads